Der Mensch steht im Vordergrund. Erst der Teilnehmer, dann der Trainer.

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Der Entrepreneur Manfred Bolz

Ein Interview mit dem Inhaber der Computer-Akademie

Manfred Bolz, Dipl.-Informationswirt


Position

Inhaber der Computer-Akademie

Gründung

2001

Standort

Darmstadt

Branche

Computer, EDV, IT, Schulung, Weiterbildung, Internet-Agentur

Mitarbeiter

1 Praktikant und mehrere Freiberufler

Kunden
  • private Endkunden, meist der Generation 50plus angehörend
  • gewerbliche Kunden aus allen Branchen, dem kommunalen Umfeld und der Industrie, alle Firmengrößen
Produkte / Leistungen
  • Computerkurse im Microsoft Windows und Office-Umfeld
  • Ausbildung von Webmastern zur Selbständigkeit
  • Erstellung von marketing-orientierten Internetauftritten mit Content-
    Management-System (Worldsoft® CMS, Typo3)
  • Wartung und Pflege von Homepages
  • Beratung eCommerce / Internet-Shop
  • Suchmaschinen-Optimierung (SEO / SEM)
  • Google AdWords-Betreuung
  • EDV-Service Hard- und Software
Vorbild

Abraham Lincoln, US-Amerikanischer Präsident von
1861 - 1865


  Unternehmerisches

 

Portrait Abraham Lincoln 1863

Warum ist Abraham Lincoln mein Vorbild ... Abraham Lincoln war vor seiner politischen Karierre Unternehmer, der mehrfalls Schiffbruch erlitten hat. Persönliche Rückschläge wie den Tod seiner Frau machten ihn geistig nur noch stärker. Auch in seiner politischen Laufbahn kandidierte er mehrmals für den amerikanischen Senat, wurde aber immer wieder nicht gewählt. Selbst als Präsidentschaftskandidat wurde er zweimal aufgestellt und wurde beim ersten Mahl nicht gewählt. Schließlich wurde er dennoch einer der bedeutensten amerikanischen Präsidenten der USA, nicht nur, weil unter seiner Führung die Sklaverei abgeschaft wurde. Er hat nie aufgegeben, bis zu seinem gewaltsamen Tod immer an den Erfolg geglaubt und dafür gekämpft.

 

 

Portrait des Unternehmers Manfred BolzWarum bin ich Unternehmer... Zu meiner Selbständigkeit bin ich eigentlich durch Zufall gekommen. Der Arbeitgeber meiner letzten Festanstellung musste aus wirtschaftlichen Gründen eine ganze Abteilung schließen. So stand ich denn quasi übers Wochenende auf der Straße (die Ankündigung meinen Platz zu räumen kam Freitags; Montags brauchte ich schon gar nicht mehr ins Büro zu kommen). Ein Arbeitskollege bei diesem Arbeitgeber hatte dann die Idee, dass man doch ein Unternehmen gründen könnte, um gute Ideen zu vermarkten. Gesagt, getan. Zunächst noch als Freiberufler in IT-Projekten tätig, um die Gründungszeit zu überbrücken und zu finanzieren, versuchten wir gemeinsam das Unternehmen Good Ideas aufzubauen. Entwicklung und Produktion von Brett- und Geduldsspielen waren die ersten Projekte. Das damals entwickelte Brettspiel Pferdemist ist noch heute erhältlich. Bis ich dann a) erkannte , dass der Spielemarkt in der Hand weniger großer Unternehmen ist und b) auf einem mir bis dato unbekannten Markt keine großen Erfolgschancen einräumte. Durch eine Freundin - die heute Fincas auf Mallorca vermietet und damit anderen Menschen tolle Urlaube beschert - bin ich dann zu einem Bildungsträger gekommen und habe dort über einige Zeit als Honorarkraft EDV-Kurse für Wiedereinsteiger in das Berufsleben gegeben. Tja, die Kursstunden gingen aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen zurück, so dass ich diese Kurse irgendwann anfing selbst zu organisieren und schließlich recht erfolgreich als Zielgruppe die Generation 50plus anvisierte. Im Laufe der Zeit sind aufgrund von Kundenanfragen immer weitere Geschäftsfelder hinzugekommen, die teilweise über freiberufliche Experten im jeweiligen Gebiet abgedeckt werden.

 

Mein Traumberuf als Kind ... Ich hatte als Kind keine Vorstellung davon, was ich jemals werden wollte. Mein Vater war Maschinenschlosser mit Schichtarbeit - das wusste ich genau, das wollte ich nicht werden, obwohl ich in meiner Jugend hin und wieder im gleichen Betrieb (der Buchbinderei May & Co, Darmstadt) tätig war, um mein erstes Geld zu verdienen. Auch auf einem Bauernhof habe ich im Sommer ausgeholfen und mit Vorliebe den Kuhstall ausgemistet. Aber auf Dauer morgens um 5:00 Uhr aufzustehen, das war damals nicht meine Welt ... In den kaufmännischen Bereich bin ich denn eher durch Zufall gekommen. Mit 16 habe ich die Realschule beendet und wollte zunächst eine Kellnerlehre beginnen. Ich hatte den Ausbildungsvertrag bereits in der Tasche, um in einem renommierten Lokal in Heidelberg meine Ausbildung zu durchlaufen. Allerdings entschloss ich mich im September 1980 doch lieber zunächst in die USA zu gehen. Nach meiner Rückkehr mit meinen 17 Jahren aus den USA wollte ich mich bei der deutschen Marine verpflichten, um eine solide Ausbildung zu erhalten. Gleichwohl hatten einige Ausbilder bei der Marine ein ungutes Gefühl, jemanden aufzunehmen, der über 10 Monate keine Schulbank mehr gedrückt hatte und die Einstellungstests ziemlich verpatzt hat. Kurzum, die wollten mich damals nicht — heute muss ich sagen: "Welch ein Glück!". Ich weiß nicht, ob ich mich bei der Bundeswehr wirklich wohl gefühlt hätte. So landete ich denn beim Arbeitsamt Darmstadt mit der Suche nach einem Ausbildungsberuf. Die sehr nette Beraterin vermittelte mich dann an meinem Wohnort in eine ansässige Miederwarenfabrik als Auszubildender Bürokaufmann.

 

Im kommenden Jahr erwarte ich ... Eine explosionsartige Nachfrage nach den Leistungen der Computer-Akademie.

 

Mein Unternehmen in 10 Jahren ... Nun, mein Sohn ist heute 13 Jahre alt. In 10 Jahren könnte er soweit sein, das Unternehmen zu übernehmen. Aber er hat einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, möchte eher Polizist werden. Ich gehe davon aus, dass sich die Computer-Akademie als d e r Weiterbildungs-Anbieter in der Region etabliert und die Geschäfte erfolgreich einem Nachfolger übergeben kann.

 

Bei unseren Kunden ist mir besonders wichtig ... dass Sie nachhaltig ein großes Vertrauen in unsere Leistungen haben. Dazu gehört für mich eine faire Beratung und die Vermittlung von Wissen, dass Ihnen weiterhilft, Aufgaben zu lösen.

 

Führung bedeutet für mich ... Persönlichkeitsentwicklung auch schon junger Menschen, die bisher vielleicht noch nicht erkannt haben, dass dies ein wesentlicher Bestandteil des Lebens ist. Führung bedeutet aber auch, Mitarbeitern eine große Selbständigkeit zuzugestehen und Tätigkeiten in Eigenregie und -Verantwortung zu übergeben.

 

Wir sind erfolgreich, weil ... unsere Kunden uns Vertrauen und wir immer ein klein wenig mehr geben als die Erwartungshaltung des Kunden.

 

Im Job freut mich ... positive Rückmeldung von Kunden und Weiterempfehlung.

 

Im Job stört mich ... dass es Kunden gibt, die deutlich über das Maß hinaus mehr fordern als ursprünglich vereinbart. Dann aber nicht bereit sind, den Mehraufwand ordnungsgemäß zu honorieren.

 

Wie sichere ich den Markterfolg des Unternehmens ... Durch permanent nachhaltig gute und faire Leistung unseren neuen und bestehenden Kunden gegenüber.

 

  Persönliches

 

Portrait Manfred Bolz (private)Ich motiviere mich ... Durch permanente Weiterbildung in neuen Bereichen und Themen. Außerdem mit Filmen wie "The Secret" und durch persönliche Weiterentwicklung.

 

Ich kann lachen über ...

... mich, wenn ich mal wieder völligen Blödsinn verzapt habe.

... meinen Sohn, wenn er in seiner Kindermanier mal wieder frei heraus sagt, was er denkt.

... Karl, den Koyoten (Zeichentrickfigur), der unermüdlich versucht, den Roadrunner zu fangen.

 

Mein Lieblingsort ... Albuquerque, New Mexiko. Ich durfte in meiner Jugend für sieben Monate in die USA reisen und habe das Land und Leute kennengelernt. Dabei lernte ich das Ballonfahren in der Hauptstadt der Ballonfahrer kennen und lieben.

 

Mein Lieblingsgericht ... Mein Vater kocht nur selten und wenige Gerichte. Aber wenn er mal wieder sein Schaschlik aufsetzt, bitte ich ihn, mich dazu einzuladen. Wenn ich selbst koche, ist es mit Vorliebe gedünsteter Fisch auf in Chilli gerösteten Salatblättern.

 

Mein größter Wunsch ... Zusammen mit meinem Sohn, meiner Frau und guten Freunden auf einer Südseeinsel zu leben.

 

Wirklich wichtig ist ... meine Gesundheit

 

Mein Traum vom Glück ... Ein permanentes, stetiges Einkommen, um damit anderen Kindern dieser Erde helfen zu können.

 

Was wäre für mich das größte Unglück ... Verlust meiner Gesundheit oder eines Familienmitglieds

 

Private Aktivitäten ... können in meinen Blogs nachgelesen werden.

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